Samstag, 11. Februar 2012

Politprofiler bei Okitalk (08.Febr. 2012)

In einer Zeit der egalitären Zeit unserer Vorgeschichte, entwickelte der Mensch ein Gerechtigkeitsgefühl bei der Landnahme. So wollte er die Gleichheit und die Gerechtigkeit innerhalb der Menschheit garantieren. Aus dieser anfänglichen Gerechtigkeit entwickelte sich durch den Anstieg

der Bevölkerung und des Erbrechts nach und nach ein Ungleichsystem sondergleichen, das wir heute noch vorfinden. Das aber bereits in dieser Zeit, die Macht durch Eigentum erkannt wurde und auch der Mittellose, Eigentum als Ziel seiner Unabhängigkeit ansah, wurde diese bahnbrechende Entscheidung der Menschheit niemals mehr infrage gestellt, sondern man ging dazu über, die daraus resultierten negativen Auswirkungen zu schmälern und erträglich zu machen.

Das Alte Testament ist ein Zeitzeuge dieser Bemühungen. Der erste Leitfaden, wie ein Ungleichsystem, mit anscheinender Gerechtigkeit aufrecht erhalten werden kann. Durch die ansteigenden Population konnte das Land, das als Eigentum deklariert wurde, nicht mehr alle ernähren. Man lieh sich das, was man selber zum Leben nicht mehr erwirtschaften konnte.

Daraus entwickelte sich ein Ungerechtigkeitsgefühl derjenigen, die mehr Land hatten, arbeiteten, erwirtschafteten und danach verliehen. Als sie ihre Güter nicht mehr zurück bekamen, kam es zu einem Gerechtigkeitssinn, das dem Gläubiger das Recht einräumte, den Schuldner als Arbeitssklaven zu halten und sein Land zu konfiszieren.

Der Zins entwickelte sich also aus humanitären Gründen, damit der Schuldner eine Möglichkeit bekam seine Schuld abzutragen und der Gläubiger eine Entschädigung für seine Mehrarbeit erhielt, da er seine Erträge erhöhte, um alle zu ernähren. Das Profitdenken war geboren und hatte seine ganz tiefe, innere moralische Rechtfertigung.

Diese Art von empirischer Vernunft entsprang die Bibel, die nachweislich immer wieder versuchte, dieses Ungleichgewicht mit immer mehr Moral erträglich zu machen. So legte sie fest, wie mit Schuldsklaven umzugehen ist, was Recht und Pflichten des Gläubigers sind und wo sein Verfügungsrecht über einen Menschen moralisch aufhört.

Der Reigen der Auswirkungsbekämpfung hat begonnen und setzt sich bis heute fort. Mittlerweile übernahm die Menschheit dieses moralischen Vorstellung von RICHTIG UND FALSCH, als empirische Grundlage jeder existierenden Vernunft und baut sie immer weiter aus. Eine Ursachenbewältigung hat also noch nie in der Geschichte der Menschheit stattgefunden - auch nicht im Kommunismus. Dieser agiert ebenfalls auf der empirischen Annahme von Eigentum und Profit. Er versucht lediglich die Auswirkung durch Kollektiveigentum zu schmälern.






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